Game of Thrones | Staffel 8 Folge 6: The Iron Throne

Es ist so weit: Die letzte Folge und das Finale der größten Serie der Welt ist da! Es gilt eine riesengroße SPOILERWARNUNG!!!!!!!

Folge 6: The Iron Throne

Das Intro

Wir durchlaufen ein letztes Mal die Stationen Winterfell, Letzter Herd und Königsmund. Während Winterfell und vor allem die Krypta schon etwas aufgeräumter scheinen, ist die Hauptstadt zerstört. Auffällig ist, dass das Lennister-Wappen, welches normalerweise am Fenster hinter dem Eisernen Thron hängt, nicht mehr da ist. Die Zeit, in der diese Familie den Herrscher gestellt hat, ist endgültig vorbei.

Was passiert in der sechsten und finalen Folge?

Wir beginnen mit Tyrion, der durch seine in Schutt und Asche gelegte Heimat Königsmund geht. Überall lodern noch kleine Flammen, Überbleibsel des Massakers aus der letzten Folge. Auch sieht Tyrion massenhaft Leichen. Ihn scheint der Anblick wirklich mitzunehmen. Nach einem kurzen Gespräch mit Jon und Davos macht er sich alleine auf den Weg zum Roten Bergfried.

Grauer Wurm verurteilt Lennister-Soldaten im Namen von Daenerys zum Tode. Jon versucht ihn davon zu überzeugen, dass der Krieg vorbei ist und die Soldaten verschont werden sollten. Es folgt ein kleiner Staredown zwischen diesen beiden Figuren, die sich einfach nicht zu mögen scheinen. An dieser Stelle möchte ich kurz etwas über die Entwicklung von Grauer Wurm sagen: Es ist seltsam, aber während mir alle anderen Figuren im Laufe dieser Staffel egal wurden, habe ich Grauer Wurm immer mehr gemocht. Vielleicht, weil diese Figur noch am meisten Sinn in sich trägt. Natürlich steht er, der von Daenerys befreit wurde, hinter dieser Königin. Auch die Gnadenlosigkeit, mit der er gegenüber den Feinden agiert, passt zu ihm, immerhin sind diese Menschen für den Tod seiner großen Liebe verantwortlich. Seine Entwicklung ist dementsprechend logisch. Hinzu kommt auch, dass diese Figur immer fantastisch inszeniert wurde. Es sind zwar eher kleine Szenen, in denen Grauer Wurm vorkommt, aber die haben es bezüglich der Bildsprache wirklich in sich. Und natürlich wird die Figur auch toll von Jacob Anderson gespielt.

Tyrion sieht in den Trümmern einen Goldenen Arm, beginnt Steine wegzuräumen und legt damit die Leichen seiner Geschwister Jaime und Cersei frei. Auch in dieser Szene spürt man die Trauer des Charakters. Peter Dinklage spielt zur finalen Episode noch einmal ganz groß auf.

In der nächsten Szene sehen wir es ganz deutlich: Schnee fällt über Königsmund. Der Winter ist auch hier angekommen. Jon durchläuft die wilden Dothraki und Unbefleckte, als Daenerys die Szenerie betritt. Hinter ihr erhebt sich gerade Drogon, das einzige Kind, welches den Weg bis zum Eisernen Thron überlebt hat. Drache und Mutter verschmelzen in dieser Inszenierung zu einer Einheit. Als Drogon aufsteigt, sind nur seine Flügel zu sehen, der restliche Körper ist durch Daenerys verdeckt. Hier liefern die Macher den Beweis dafür, dass sie in Sachen Szenengestaltung fast unschlagbar sind, wenn sie zum Abschluss mal eben eine meiner Lieblingseinstellungen der gesamten Serie kreieren.

DaenerysDrogon

Daenerys hält nun eine Ansprache an ihre Soldaten und mit jedem Wort, welches aus ihrem Mund kommt, spürt man nahezu den Stolz. Grauer Wurm wird befördert und ist jetzt nicht mehr nur Kommandant der Unbefleckten, sondern Oberbefehlshaber aller Streitkräfte. Die Drachenmutter hat es endlich geschafft, der Eiserne Thron gehört ihr. Aber das reicht ihr scheinbar nicht, sie will die ganze Welt aus den Griffen von Tyrannen befreien und erst aufhören zu kämpfen, wenn dies gelungen ist.

Tyrion legt das Amt der Hand nieder, nachdem er Daenerys die grundlose und brutale Zerstörung der Stadt vorgeworfen hat. Er wird für seinen Verrat festgenommen, denn, wir erinnern uns, in der letzten Folge hatte er seinen Bruder aus der Gefangenschaft befreit.

Plötzlich taucht Arya neben Jon auf. Sie warnt ihn vor der neuen Königin und befürchtet, dass ihr Bruder/Cousin nicht sicher vor ihr ist.

Tyrion lässt sein Leben Revue passieren, denkt an Shae und seinen Vater. Er beruhigt sich mit dem Gedanken, dass er sich sein Schicksal selbst ausgesucht hat. Bis dahin eine sehr, sehr schöne Szene, in der wir die Reise dieser Figur noch einmal vor Augen geführt bekommen. Natürlich hat diese letzte Staffel auch einigen Schaden an diesem Charakter angerichtet, Tyrion zählt jedoch bei den meisten Fans trotzdem immer noch als Lieblingsfigur.

Aber dann darf Jon sprechen und die Szene wird ruiniert. Er rechtfertigt die Taten seiner Königin nämlich immer noch. Sie hat ja immerhin Missandei und Rhaegal verloren, da kann man schon mal durchdrehen und eine komplette Stadt auslöschen. Das ist eine ganz normale und logische Reaktion. Hier sind wir wieder beim größten Problem dieser Staffel: Die Figurenentwicklung ist teilweise wirklich schwer anzusehen. Jon war immer der Gute, in vielen seiner Handlungen hat man auch oft Naivität und Gutgläubigkeit gespürt. Das ist okay. Aber ihn jetzt noch auf der Seite von Daenerys stehen zu lassen, lässt diesen Charakter einfach nur dumm wirken. Und diese Dummheit wird in der letzten Staffel so gnadenlos umgesetzt, dass die Glaubwürdigkeit der Figur darunter leidet. Nehmen wir an dieser Stelle schon einmal ein noch folgendes Ereignis vorweg: Wieso sollte ich glauben, dass der Typ, der, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste, immer noch hinter Daenerys steht, weil er ihr die Treue geschworen hat, sich gegen sie wendet? Macht das wirklich Sinn? Nein. Jon wurde als treu-doofer Gefolgsmann von Daenerys etabliert. Die Warnungen von anderen Leuten waren für ihn bis dato nicht relevant.

Tyrion fordert von Jon, das Richtige zu tun, um die Menschen zu beschützen. Auch er warnt ihn vor dem Neid der Königin. Er wirft hier einige interessante Aspekte in den Raum, unter anderem auch, dass Daenerys‘ Weg schon immer mit Leichen von Menschen gepflastert war, die anders dachten als sie. Das wird von Jon fantastisch gekontert mit den Worten: „Sie ist meine Königin.“ Wahnsinn. Mister Naiv möchte den Raum schon verlassen, da wirft Tyrion ein, dass Jon für den Schutz seiner Schwestern verantwortlich ist. Das scheint ihn dann tatsächlich etwas zum Nachdenken zu bringen.

Daenerys steht im Thronsaal, von dem allerdings nicht mehr viel übrig ist. Einzig der Eiserne Thron steht unbeschädigt an seinem Platz. Sie geht langsam auf ihn zu, fasst ihn ganz vorsichtig an. Ihr Blick sagt, dass sie endlich an ihrem Ziel angekommen ist. Wir sehen Stolz, Sehnsucht und einen Hauch von Wahnsinn. Jon betritt den Saal. Er spricht die geplante Hinrichtung von Tyrion an und fordert Vergebung. Daenerys verspricht, dass sie eine gute Welt erschaffen will. Man hört allerdings heraus, dass sie diejenige sein wird, die darüber entscheidet, was Gut und was Böse ist. Sie wünscht sich Jon als Liebhaber an ihrer Seite. Die beiden küssen sich. Und dann hören wir einen Stich. Jon hat Daenerys getötet. Okay, durchatmen. Natürlich musste die Drachenmutter sterben. Das war der logische Weg ihrer Entwicklung und dürfte nur die wenigsten überrascht haben. Aber wieso durch Jon? Hat Tyrions Einwurf, dass Daenerys eine Gefahr für seine Schwestern darstellt, ein so schnelles und radikales Umdenken bewirkt? Oder hatten die Macher einfach keine andere Figur, die den Mord begehen konnte? Arya hat schließlich schon den Nachtkönig erledigt. Und wer, außer Arya und Jon, sollte die Königin ansonsten aufhalten? Dafür gibt es eigentlich keine Figur. Aber das würde ja bedeuten, dass die Macher, allen voran Benioff und Weiss, unlogische Entscheidungen treffen, nur damit die Handlung irgendwie abgeschlossen werden kann. Unmöglich. Schnelle Besinnung angesichts der Bedrohung der Schwestern. So muss es sein.

Dann folgt eine wirklich tolle Szene. Drogon spürt, dass etwas mit seiner Mutter nicht stimmt. Er nähert sich ihr vorsichtig an. Als er sie immer wieder anstupst und eine Reaktion ausbleibt, scheint der Drache zu verstehen, dass Daenerys tot ist. Wir spüren die Trauer. Wenn man eine emotionalere Bindung zu dem Drachen hat, als zu 95% der Figuren, die wir seit Jahren begleiten, sagt das viel über die Entwicklung von Game of Thrones aus. Drogon speit Feuer und zerstört schließlich den Eisernen Thron, verschont aber Jon. Vorsichtig ergreift er seine Mutter mit seinen Krallen und fliegt davon.

Es muss einige Zeit vergangen sein. Tyrions Bart ist länger geworden, der Schnee ist aus Königsmund verschwunden. Also mal wieder ein Zeitsprung. Der Tod von Daenerys spielt im Folgenden keine Rolle mehr, sie erleidet das gleiche Schicksal wie der Nachtkönig und fällt der Zeitnot zum Opfer. Tyrion wird von Grauer Wurm vor eine Versammlung der einflussreichsten Menschen in Westeros geführt. Hier sitzen neben den Stark-Kindern noch weitere Figuren. Während wir uns beim Sehen von Sam freuen, dass diese erbärmlichen Sekunden in der vierten Folge tatsächlich nicht das letzte Mal waren, dass wir diesen Charakter gesehen haben, bekommt auch Asha Graufreud noch einmal ihre abschließende Screentime. Eine Reaktion auf den Tod ihres Bruders bleibt allerdings aus. Schade. Interessant sind allerdings vor allem drei weitere Figuren:

  • Wir erkennen Edmure Tully, den Onkel der Stark-Kinder und Bruder von Catelyn, der – wir erinnern uns – in die Frey-Familie eingeheiratet hat und daraufhin deren Gefangener wurde. Immerhin wissen wir jetzt, was aus ihm geworden ist. Seine Ambitionen, der nächste König zu werden, erstickt Sansa jedoch im Keim.
  • Anwesend ist außerdem ein Mann, der, geht man nach seiner Kleidung, aus Dorne kommt. Dorne? Das war doch dieser eine Teil von Westeros, der vor einigen Staffeln eine große Rolle gespielt hat und danach durchgehend und konsequent ignoriert wurde, oder? Genau. Da kamen unter anderem Oberyn und Ellaria her. Moment. Was ist eigentlich mit der passiert, nachdem Cersei sie gefangen genommen hat?
  • Zuletzt sehen wir noch Robin Arryn, den Cousin der Stark-Kinder. Und meine Güte, die ganze Milchtrinkerei scheint tatsächlich beim Wachsen geholfen zu haben.

Die Versammlung stellt fest, dass ein König über das Schicksal von Jon entscheiden muss. Sam schlägt vor, dass das Volk einen neuen Herrscher wählt, doch diese Idee wird unter Gelächter abgelehnt. Der König soll von den hier versammelten Menschen bestimmt werden. Tyrion stellt klar, dass er nicht König werden will und schlägt Bran vor, da sich in ihm Vergangenheit und Zukunft vereinen. Der wusste natürlich schon, dass er als König vorgeschlagen wird. Von nun an wird also Bran der Gebrochene – sehr sensible Namenswahl übrigens – herrschen. Wow. Der Typ, der nicht über Winterfell regieren wollte, wird nun also der König von ganz Westeros. Das ist so unschlagbar unlogisch, dass es eigentlich keinerlei weiterer Worte bedarf. Und die werden auch nicht mehr verschwendet. Alle Anwesenden geben in einem Herr der Ring-Moment ihre Einwilligung zur Wahl – man wartet tatsächlich nur darauf, dass Menschen aufstehen und Sachen wie “Du hast mein Schwert“ sagen. Danach ist das Thema durch. Kurz fragt man sich allerdings schon noch, wieso die versammelten Figuren denn nun eigentlich noch auf Tyrion hören, nachdem der ja mehrfach seine eindrucksvolle Planlosigkeit demonstriert hat. Aber naja, die Zeit wird ja jetzt auch knapp und außerdem ist es ja auch nicht so, dass diese ganze Serie nur darauf hingearbeitet hat, herauszufinden, wer denn nun auf dem Eisernen Thron sitzen sollte. Ganz ehrlich: Wenn diese Szene in den ersten Staffeln von Game of Thrones stattgefunden hätte, hätte ich die Serie sofort beendet. Das ist dann doch etwas zu absurd.

Tyrion teilt Jon mit, dass er zur Nachtwache zurückkehren muss. Die beiden Figuren verabschieden sich. Auf dem Weg zum Boot, welches Jon zurück in den Norden bringen soll, geht dieser durch Königsmund. Die Trümmer sind beseitigt, die Straßen voller Leben. Nebenbei erfährt man, dass Grauer Wurm und seine Gefolgsleute nach Naath, in die Heimat von Missandei, reisen werden.

Die letzten Starks verabschieden sich voneinander. Sansa regiert von nun an den Norden, Arya will herausfinden, was westlich von Westeros liegt. Bran ist mal wieder irre sympathisch, als er betont, dass Jon immer genau da war, wo er sein musste. Meine Güte, bin ich froh, wenn ich diese Figur nicht mehr sehen muss.

Brienne vervollständigt Jaimes Eintrag im Buch der Brüder. In diesem finden sich Aufzeichnungen von Taten jedes Ritters, der jemals in der Königsgarde gedient hat. Geigenmusik setzt ein. Leider ist das Gezeigte so gar nicht emotional. Wieso genau sollte Brienne, die Jaime geliebt hat und deren Herz von diesem gebrochen wurde, gute Worte für ihn finden? Klar, sie ist eine ehrenvolle Figur. Aber sie ist Jaime zu diesem Zeitpunkt doch nichts schuldig. Es gibt allerdings schlimmere Entscheidungen in dieser Episode, von daher wollen wir diesen Unsinn mal übersehen.

Tyrion ist die neue Hand des Königs. Im Versammlungsraum erwartet er die restlichen Berater von Bran dem Gebrochenen. Sam präsentiert ein Buch, welches die Geschichte des Landes seit dem Tod von König Robert erzählt. Geschrieben wurde es von Erzmaester Ebros. Lediglich beim Titel hat Sam geholfen: A Song of Ice and Fire. Leider verpassen die Macher hier die Chance, aus einer lächerlichen Szene wenigstens eine witzige zu machen, weil sie Sam nicht erlauben, direkt in die Kamera zu schauen und zu zwinkern, als er den Titel sagt. Zum Glück ist das hier bald vorbei. Vorher wird es aber noch einmal richtig schön absurd, denn Bronn ist jetzt nicht nur stolzer Besitzer von Rosengarten, sondern auch noch Meister der Münze. Na klar, wer sonst. Die Szene geht noch einige Minuten, die Tatsache, dass wir sie bei einer Diskussion um die Wichtigkeit von Bordellen verlassen, sagt aber eigentlich alles, was man wissen muss.

Jon kommt im Norden an und wir sehen Tormund für wenige Sekunden wieder. Auch Geist ist da und wird sogar von Jon gestreichelt. Na immerhin.

Wir beenden mit einer Montage, in der wir uns von Sansa, Arya und Jon verabschieden können. Ihre Szenen gehen ineinander über, emotionale Musik rundet diese letzten Sekunden ab. Wir sehen, wie Sansa zur Herrscherin des Nordens gekrönt wird. Währenddessen bereitet sich Arya auf ihre Erkundungsreise vor und betritt letztendlich ein Schiff, welches unter dem Banner der Starks segelt. Jon verlässt die Mauer mit den Wildlingen und Geist unter dem Aufklingen der Titelmelodie.

Die Figur der Folge

Es gibt kaum einen Menschen, der mich in dieser Folge nicht zutiefst genervt hat, daher geht diese Auszeichnung zuletzt an Geist und Drogon. Es ist wirklich unfassbar, aber ich habe in dieser letzten Staffel vor allen zu diesen beiden so etwas wie eine emotionale Bindung aufgebaut. Als Geist einfach so von Jon abgeschoben wurde, war ich, wie der Großteil der Fans, unglaublich wütend. Dass der Schattenwolf jetzt am Ende doch noch seine verdienten Streicheleinheiten bekommen hat, hat mich wirklich gefreut. Und Drogons Trauer um Daenerys hat mich ebenso mitgenommen, mehr jedenfalls als alle Tode, die wir in dieser Staffel gesehen haben. Man hat den Schock des Drachen gespürt und mitgefühlt. Es ist irgendwie schon bitter, dass es so weit gekommen ist, aber Geist und Drogon haben eben als einzige nicht unter dem fürchterlichen Writing von Benioff und Weiss leiden müssen.

Der beste Moment der Folge

Der beste Moment der Folge findet in den letzten Minuten statt, als wir noch einmal Arya, Sansa und Jon sehen. Wir beenden die Serie mit den Figuren, die wir beim Aufwachsen beobachtet haben und das wirkt tatsächlich sehr richtig. Wir haben Sansas Verwandlung von einem naiven Püppchen zu einer Herrscherin begleitet und Aryas Weg von einem aufmüpfigen Kind zu einer echten Kriegerin. Und Jon ist halt Jon. Ich bin mit dieser Figur tatsächlich nie wirklich warm geworden, für mich hat alles an ihm immer zu sehr nach Held geschrien. Aber er ist eine, wenn nicht sogar die Hauptfigur der Serie, daher macht es Sinn, ihn am Ende auch noch einmal zu zeigen. Schön finde ich dabei aber eben, dass man nicht nur ihn, sondern auch seine Schwestern sieht. Die Reise mag für den Zuschauer, nicht jedoch für die Figuren abgeschlossen sein, denn die stellen sich von nun an neuen Pflichten und Abenteuern.

Fazit

Mit The Iron Throne liefert Game of Thrones die letzte Folge dieser durchschnittlichen Staffel ab. Natürlich hatte diese Folge auch starke Szenen: Tyrions Sinnieren über sein Leben, alle Szenen mit Geist und Drogon sowie die Versammlung in Königsmund hatten ihren ganz eigenen Charme.

In The Iron Throne vereinen sich aber hauptsächlich noch einmal die hanebüchen Entwicklungen und Entscheidungen von Charakteren. Es ist für mich wirklich fraglich, ob es zu Jons Charakter passt, Daenerys zu töten und auch die Wahl, Bran als König einzusetzen, ist für mich unlogisch. Diese beiden Aspekte sind diejenigen, die für diese Folge entscheidend waren. Und wenn man nun mit keiner der beiden Entscheidungen so recht einverstanden ist, ist eine positive Bewertung eben nicht möglich.

Game of Thrones ist also vorbei. Nach den sehr starken ersten Staffeln hat die Serie schon stark abgebaut. Gerade hinsichtlich der Logik, ob nun auf gesamte Handlungsstränge oder auf einzelne Figuren bezogen, wurde sie teilweise wirklich schwer anzusehen. Bei aller Kritik muss man aber betonen, dass das, was die Menschen, die an dieser Serie gearbeitet haben, in der Inszenierung geschaffen haben, zur absoluten Weltklasse gehört. Wir haben Bilder geliefert bekommen, die man sich schöner nicht hätte malen können. Das gilt auch für The Iron Throne.

Die Frage ist: Was kommt jetzt? Wird es irgendwann eine Serie geben, die auch einen solchen Hype auslöst oder sogar übertrifft? Daran glaube ich tatsächlich nicht wirklich. Diese Folgenbesprechung wird auf meinem Blog jedenfalls noch nicht ganz den Abschluss für Game of Thrones bilden, denn nächste Woche gibt es noch einmal eine zusammenfassende Kritik zur finalen Staffel der größten Serie der Welt.

Weitere Folgenbesprechungen:

Staffel 8 Folge 1|Winterfell: https://lesezeichen.home.blog/2019/04/16/game-of-thrones-staffel-8-der-winter-ist-da/

Staffel 8 Folge 2 | A Knight of the Seven Kingdoms: https://lesezeichen.home.blog/2019/04/22/game-of-thrones-staffel-8-folge-2-a-knight-of-the-seven-kingdoms/

Staffel 8 Folge 3 | The Long Night: https://lesezeichen.home.blog/2019/04/29/game-of-thrones-staffel-8-folge-3-the-long-night/

Staffel 8 Folge 4 | The Last of the Starks: https://lesezeichen.home.blog/2019/05/06/game-of-thrones-staffel-8-folge-4-the-last-of-the-starks/

Staffel 8 Folge 5 | The Bells: https://lesezeichen.home.blog/2019/05/13/game-of-thronesstaffel-8-folge-5-the-bells/

3 Kommentare zu „Game of Thrones | Staffel 8 Folge 6: The Iron Throne

  1. Die Schlußszenen waren schon geil. Riefen in mir aber gleich eine Stimme wach, die unkte; es wird Spin Offs mit Arya im Westen und mit Tormund und Jon in Hardhome geben. *örks*

    Irgendwie hatte ich das Gefühl, Drogon kommt zurück, da er in Jon den Tagaryen gerochen hatte…

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    1. Ja, an Spin Offs musste ich tatsächlich auch denken. Ich hoffe aber einfach nur, dass sie sich so etwas sparen.. Sie haben ja gezeigt, dass ihnen irgendwann die Ideen ausgehen, da müssen sie wegen mir nicht noch mehr die Story und die Figuren kaputt machen.

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