Game of Thrones | Staffel 8 Folge 2: A Knight of the Seven Kingdoms

Die letzte Staffel von Game of Thrones ist da. Zitternd erwartet die Welt den Ausgang der legendären Serie. Hierbei gilt eine riesengroße SPOILERWARNUNG!!!!!!!

Folge 2: A Knight of the Seven Kingdoms

Das Intro

Wie schon in der ersten Folge gibt es eine Kamerafahrt über Winterfell, den Letzten Herd und Königsmund. Das einzige Detail, welches sich im Vergleich zum Intro von Winterfell verändert hat, sind die Bodenplatten, die im farblichen Wechsel von Weiß zu Blau immer näher in den Norden ziehen.

Was passiert in der zweiten Folge?

Winterfell

Diese Folge spielt vollständig in der Festung der Starks. Ein Anzeichen dafür, dass dies bald der Ort der zentralen Schlacht wird.

Wir steigen direkt in die Handlung ein. Jaime steht vor den Anführern in diesem Krieg gegen die Weißen Wanderer. Daenerys betont die Rolle, die der Mörder ihres Vaters in ihrem Leben eingenommen hat und macht ihn verantwortlich dafür, dass Cersei keine Truppen zur Bekämpfung der nahenden Bedrohung schickt. Sansa teilt das Misstrauen der Drachenkönigin gegenüber dem Lennister. Verständlich, bedenkt man, welche Rolle er in der Ermordung einiger ihrer Familienmitglieder spielte. Doch Sansa lässt sich schließlich von Brienne überzeugen, dass Jaime in Winterfell verweilen darf. Die Kriegerin verbürgt sich für ihren ehemaligen Weggefährten.

Daenerys Zweifel an den Fähigkeiten ihrer Hand scheinen immer größer zu werden, zu viele fatale Fehlentscheidungen hat Tyrion in letzter Zeit getroffen. Jorah rät seiner Königin jedoch, Tyrion mehr Vertrauen zukommen zu lassen.

Gendry und Arya treffen erneut aufeinander. Neben heftigem Geturtel unterhalten sich die beiden über den Kampf gegen die Weißen Wanderer. Die junge Stark möchte möglichst viel über ihre Gegner erfahren und demonstriert ihrem neuen love interest ihre Kampfkunst.

Jaime und Bran treffen sich am alten Wehrholzbaum in Winterfell wieder. Jaime betont, wie sehr ihm seine vergangenen Taten leidtun, Bran zeigt Verständnis und erkennt dessen Rolle im Kampf gegen den Nachtkönig vollständig an. Wie vermutet, interessiert es Bran also nicht mehr im Geringsten, was in der Vergangenheit geschehen ist, schließlich sieht er sich nun nicht mehr als Menschen, sondern als dreiäugigen Raben an. Insgesamt eine sehr schöne Szene, in der wieder deutlich wird, welche Charakterentwicklungen die Figuren teilweise durchzogen haben.

Wir bleiben bei Jaime und sehen erneut, wie willkommen er und sein Bruder im Norden sind, als sie von Einwohnern Winterfells angespuckt werden. Als Tyrion sein Vertrauen gegenüber Daenerys betont, muss man sich als Zuschauer fragen, wie viel dies mittlerweile noch wert ist, schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass er sich in seinem Gefühl täuscht.

In der nächsten Szene zwischen Jaime und Brienne spüren wir die gemeinsame Geschichte dieser beiden Figuren, ohne dass Aspekte dieser tatsächlich ausgesprochen werden. Alte Gefühle, aber auch das immer noch bestehende Vertrauen werden betont.

Nun treffen die beiden mächtigsten Frauen in Winterfell aufeinander: Sansa und die Drachenkönigin. In Winterfell hat sich bereits eine interessante Dynamik zwischen den beiden Figuren angedeutet und diese wird hier noch weiter gesponnen. Hat man zwischendurch das Gefühl, dass sich die Anspannung zwischen den beiden Frauen legt, so wird zum Ende des Dialogs deutlich, dass hier überhaupt nichts geklärt ist. Sansa scheint bereit zu sein, für die Unabhängigkeit des Nordens zu kämpfen. Egal gegen wen.

Theon kommt endlich in Winterfell an. Er will für den Norden kämpfen und Sansa erlaubt es ihm. Ein sehr emotionales Wiedersehen und eine Umarmung, die nur Vergebung bedeuten kann.

Davos teilt Essen an Soldaten aus, beruhigt diese und spricht ihnen gut zu, als ein kleines Mädchen an ihn herantritt. Ihr Gesicht ist auf einer Seite vernarbt und erinnert ihn somit an Prinzessin Sharin, die er damals nicht retten konnte.

Jon trifft auf Ed und Tormund. Keine besonders interessante Szene, wäre da nicht das direkt wiederaufkommende Interesse des Wildlings an dem Verbleib Briennes.

In einer Kriegsbesprechung offenbart Bran die Absicht des Nachtkönigs: Er will, dass eine endlose Nacht einbricht. Dafür muss er den Jungen töten. Schnell ergibt sich aus diesem Wissen der Plan, Bran als Köder zu nutzen. Ob das gut geht…

Unterdessen schmieden Missandei und Grauer Wurm Zukunftspläne. Nach dem Krieg wollen sie Daenerys verlassen und ein gemeinsames, ruhiges Leben beginnen.

In der nächsten Szene mit Sam und Jon bekommen wir endlich mal wieder Geist zu Gesicht. Das ist wirklich schon eine gefühlte Ewigkeit her. Als Ed die Szenerie betritt, kommt es zu einem ziemlich witzigen Austausch über Sams hervorragende Kampfkunst.

Zurück zu den Lennister-Brüdern. Die beiden schwelgen in Erinnerungen an ihren ersten Besuch im Norden und an einfachere Zeiten, in denen Tyrion ein “Hurenbock“ und Jaime ein Goldener Löwe war. Lange ist’s her… Nach und nach gesellen sich Brienne, Podrick, Davos und Tormund zu den Brüdern. Und wer hätte das gedacht, Brienne scheint dem Wilding gegenüber gar nicht so furchtbar abgeneigt zu sein. Es ergibt sich ein spontanes Gelage in der Nacht vor der Schlacht.

Arya lässt Sandor Clegane und Beric Dondarrion mit den charmanten Worten „Ich verbring doch meine letzten Stunden nicht mit zwei armseligen alten Säcken“ sitzen. Es zieht sie mal wieder zu Gendry und dieses Mal macht sie Nägel mit Köpfen. Wer will schon als Jungfrau sterben.

In der Runde um die Lennister-Brüder wird noch einmal über die Zusammenkunft aller Figuren siniert. Wer hätte gedacht, dass diese Charaktere, die untereinander verfeindet oder gegen die Starks waren, sich nun im Norden zusammenfinden, um gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen. Tyrion zeigt sich derweil optimistisch, dass sie alle die Schlacht gegen den Nachtkönig überstehen werden und zählt die Kriegserfahrungen seiner Mitstreiter auf. Hierbei wird thematisiert, dass Brienne nicht zum Ritter geschlagen werden darf, weil sie eine Frau ist und dies gegen die Tradition verstoßen würde. Doch wer interessiert sich schon angesichts der immer näher kommenden Gefahr, die sehr wohl das Ende der Welt bedeuten könnte, die bisher bekannt war, für ein solches Brauchtum? Und so erfüllt Jaime Brienne ihren geheimsten und sehnlichsten Wunsch: Er schlägt die Kriegerin zum Ritter der Sieben Königslande.

Jon und Daenerys treffen sich in der Krypta und wir alle wissen, was dies bedeutet: Jon offenbart seiner (ehemaligen?) Geliebten seine wahre Identität. Die Reaktion der Drachenkönigin lässt Schlimmes erahnen: Während die am Anfang noch eine Verschwörung von Bran und Sam gegen ihre Person vermutet, betont sie am Ende des Gesprächs ihren unbedingten Willen, den Eisernen Thron zu erklimmen – das lässt sie sich auch nicht vom männlichen Erben ihres Hauses nehmen. Bevor Jon auf die Drohung reagieren kann, ertönt ein Signal: Die Weißen Wanderer sind vor Winterfell angekommen.

Die Figur der Folge

Jaime Lennister. In dieser Folge wird noch einmal deutlich, wie sehr sich der Charakter der Figur verändert hat. Vom Schoßhund seiner Schwester und skrupellosem Unsympath wandelt er sich zu einem reflektierten und gutmütigem Mann, der einfach nur das Richtige tun will. Das wird in seinem Gespräch mit Bran und in seinem Zusammentreffen mit Brienne mehr als deutlich. Hoffentlich bedeutet die Zentrierung von A Knight of the Seven Kingdoms auf Jaime nicht, dass wir diesen in der nächsten Folge bereits verlieren.

Der beste Moment der Folge

Ganz klar: Der Ritterschlag Briennes. Sowieso ist es sehr schön, dass diese Figur, die in der ersten Folge noch gar keine Beachtung geschenkt bekommen hat, endlich mal wieder mehr Screen Time bekommt. Brienne war immer eine der wenigen Figuren der Serie, die nach einem Ehrenkodex gehandelt und nach gewissen Moralvorstellungen agiert hat. Den Lohn für ihre Loyalität und Gutherzigkeit zu sehen, war wirklich sehr rührend.

Fazit

Es ist natürlich sehr schade, dass in dieser Folge immer noch nichts Großes, Spektakuläres geschehen ist. Kein Krieg, kein Gemetzel, kein Trauern um geliebte Charaktere. Stattdessen bekommen wir erneut die Beziehungen unter den Figuren verdeutlicht, werden daran erinnert, wer durch innige Freundschaft oder Liebe verbunden ist. Bedenkt man, dass es in der nächsten Folge nun tatsächlich zum Krieg gegen die Weißen Wanderer kommen wird, kann dies nichts Gutes bedeuten. Wieso sollten die Macher uns noch einmal an all die lebenswerten Verbindungen unter den Figuren erinnern, wenn diese in der nächste Folge nicht zerstört werden? Die Fallhöhe jedes einzelnen Charakters wurde in A Knight of the Seven Kingdoms erhöht. Das wird die nächste Folge gewiss ausnutzen. Legt die Taschentücher bereit.

Weitere Folgenbesprechungen:

Staffel 8 Folge 1 | Winterfell: https://lesezeichen.home.blog/2019/04/16/game-of-thrones-staffel-8-der-winter-ist-da/

Staffel 8 Folge 3 | The Long Night: https://lesezeichen.home.blog/2019/04/29/game-of-thrones-staffel-8-folge-3-the-long-night/

Staffel 8 Folge 4 | The Last of the Starks: https://lesezeichen.home.blog/2019/05/06/game-of-thrones-staffel-8-folge-4-the-last-of-the-starks/

Staffel 8 Folge 5 | The Bells: https://lesezeichen.home.blog/2019/05/13/game-of-thronesstaffel-8-folge-5-the-bells/

Staffel 8 Folge 6 | The Iron Throne: https://lesezeichen.home.blog/2019/05/20/game-of-thrones-staffel-8-folge-6-the-iron-throne/

3 Kommentare zu „Game of Thrones | Staffel 8 Folge 2: A Knight of the Seven Kingdoms

    1. Ich bin wirklich gespannt.. die ersten beiden Folgen haben auf jeden Fall nochmal dazu beigetragen, dass man als Zuschauer auf kaum eine oder gar keine Figur verzichten möchte.. haben sie schon schlau gemacht!

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